Fastenzeit – 5 Dinge, auf die du verzichten kannst

Kaum hat man die guten Neujahrsvorsätze über Bord geworfen, da steht auch schon die Fastenzeit an. Mit einher gehen neue Vorsätze für die nächsten 40 Tage. Schon lang geht es nicht mehr um das Essenfasten und den religiösen Aspekt dahinter. Viele nehmen sich in diesen Tagen Zeit zum Reflektieren und um alte Gewohnheiten abzulegen.

Da es eine absehbare Zeit ist, kann man es viel mehr als eine Challenge sehen. Im Vergleich zu Neujahrsvorsätzen, die endgültig erscheinen, ist es hierbei wesentlich wahrscheinlicher sein Vorhaben durchzuziehen.

Dabei sollte man sich nicht zu sehr an dem Zeitraum und dem Begriff „Fastenzeit“ festklammern. Ich bin ein Fan davon, mir über das ganze Jahr hinweg hin und wieder kleine Challenges zu setzen, die ich mindestens einen Monat durchziehe. Es dauert etwa 21 Tage bis wir eine Gewohnheit entwickeln und etwas fest in unseren Tagesablauf einbauen.

Ich habe euch ein paar Ideen zusammengestellt, die ihr die nächsten 40 Tage umsetzen könnt.

 

Stressfasten durch Meditation

„In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“ sagt schon ein altes Sprichwort. Meditation hilft uns dabei den Fokus wieder aufs Wesentliche zu richten und gelassener zu werden. Dabei reichen schon 5 Minuten täglich. Wenn ihr Anfangs Probleme damit habt und es mit der Meditation einfach nicht so klappen will, dann ist das eine echt gute Challenge für euch. Wer sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit nimmt und hinsetzt, wird schon bald Ergebnisse merken.

Dabei gibt es zig verschiedene Arten zu meditieren. Einige gehen in sich und blenden alle äußeren Einflüsse komplett aus. Andere konzentrieren sich gerade auf die Umgebung und nehmen z.B. alle Geräusche um sich herum intensiv wahr. Für Anfänger eignen sich auch geführte Meditationen. Davon findet ihr einige auf Youtube, oder aber auch in der App „Headspace“.

 

Keine Tierprodukte

Wann eignet es sich besser auf tierische Produkte zu verzichten als zur Fastenzeit? Vielleicht habt ihr schon länger vor euch vegan zu ernähren, euch hat aber dieser letzte Push gefehlt? Diese Challenge eignet sich hervorragend, um zu merken, wie einfach es sein kann!

Der Konsumverzicht von Tierleid hat nicht nur positive Auswirkungen auf den Körper, ihr werdet euch auch mental wie ein ganz neuer Mensch fühlen. Sucht am besten schon im Voraus Rezepte raus, um zu sehen welche Lebensmittel ihr braucht. Besondere (Ersatz-)Produkte gibt es nicht in jedem Supermarkt und erfordern zum Auffinden ein wenig Detektivarbeit. Mit der Zeit wisst ihr aber was ihr in welchem Laden bekommt und wo der nächste Bioladen in eurer Umgebung ist.

Aber auf Tierprodukte zu verzichten muss sich nicht unbedingt nur aufs Essen beziehen. In der Kosmetikindustrie ist die Verwendung von Läusen, Fisch-Schuppen oder Waldärmen eher die Regel. Vielleicht wäre es mal an der Zeit Vegane- oder Naturkosmetik auszuprobieren. Diese hat meistens sogar noch einen weiteren Vorteil: Sie wurde nicht an Tieren getestet!

 

Social Media Fasten

Abends im Bett vor dem Schlafengehen nochmal kurz Facebook checken. Morgens direkt nach dem Aufwachen dann mit einem zugekniffenen Auge auf Instagram. Kommt´s euch bekannt vor? Wir verbringen viel zu viel Zeit damit uns das Leben anderer Menschen anzusehen, anstatt unser eigenes zu bereichern. Greift abends lieber zu einem Buch, um euren Horizont zu erweitern. Oder hört euch zum Einschlafen einen Podcast an. Nehmt euch morgens früh die Zeit euch auf den Tag vorzubereiten und auf euch selbst zu konzentrieren. Das kann mit Meditation sein, mit Yoga, oder einfach mit einer warmen Tasse Kaffee und einem ausgewogenen Frühstück.

 

Plastik Fasten

Wer eine Zeit lang bewusst auf Plastik verzichten will, wird schockiert davon sein, wie viel Plastik wir Tag für Tag benutzen. Jedes kleinste Teil, das wir kaufen, ist zig mal in Plastik verpackt und auch im Haushalt begegnet es uns in jeder erdenklichen Form. Wie weit man diese Plastik freie Zeit führen will, ist jedem selbst überlassen. Für den Anfang reicht es z.B. schon immer einen Stoffbeutel dabei zu haben. Er nimmt so gut wie keinen Platz weg und beim spontanen Einkauf nach der Arbeit habt ihr ihn dann dabei.

 

CO2 Fasten

Wer sich vegan ernährt fastet zumindest indirekt jeden Tag CO2 Emissionen. Wer dies direkt tun möchte hat viele verschiedene Möglichkeiten:

  • Fahrrad anstatt Auto. Wer nicht gerade 10 Kilometer zur Arbeit fährt, kann das Auto einfach mal stehen lassen und zum guten alten Fahrrad greifen. Auch für den Weg zum Supermarkt oder ins Fitnessstudio macht es sich gut und man fühlt sich direkt frischer.
  • Weniger heizen – mehr kuscheln! Einfach mal die Heizung ausmachen und sich dick eingepackt, gemütlich mit der Wolldecke aufs Sofa legen. Türen geschlossen halten, ein paar Kerzen an, und schon ist der Raum im Handumdrehen aufgewärmt. Und die Atmosphäre ist gleich viel schöner!
  • Augen auf beim Kochen! Denkt daran den Topf auf die richtige Herdplatte zu stellen. Ist die Platte nämlich zu groß entweicht unnötig Energie. Außerdem solltet ihr immer einen Deckel auf dem Topf haben.

 

Auf welche Dinge wollt ihr in nächster Zeit verzichten? Sind es vielleicht sogar Dinge, die ihr euch bereits zu Neujahr vorgenommen hattet?

 

Bildquelle: Wesual Click, Unsplash

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